Ein Tabbert Oldie wird aufgepeppt

Nachdem der schöne alte Wohnwagen den Weg nach Spanien gefunden hat,
soll das Eiche-Brutal der sehr stabilen Möbel durch eine helle Farbe ersetzt werden.
Regina hat dazu wasserbasierte Farben ausgesucht, mit denen die Möbel gestrichen werden.

Zunächst heißt es aber:
– Schranktüren demontieren
– Schlafzimmermöbel raus

Die Türen werden draußen angeschliffen und neu eingefärbt 🙂
Innen wird erstmal abgeklebt und die Decke gestrichen, anschließend die Möbelkörper

Die Malerei hat ausschließlich Regina übernommen – sie kann das am besten 🙂

Nun werden die Schranktüren mit neuen Scharnieren wieder eingebaut. Der Wohnwagen hat ca. 30 Schranktüren, unglaublich 😮

Final wird der Fußboden mit Laminat versehen und ein Boxspringbett ins Schlafzimmer gestellt

Noch offen sind:

  • Einbau der Klimaanlage
  • Aufbau des Ganzjahresvorzelts mit Boden
  • Aufbau eines Badhäuschens mit Dusche und WC
  • Aufbau der Außenküche

Es gibt also noch Arbeit…

Ein Tabbert Oldtimer geht nach Andalusien Teil 2

Nach dem kühlen Regen im Baskenland scheint in der Region Burgos endlich wieder die Sonne.
Die endlose Straße führt mich direkt nach Riazza zum gleichnamigen Camping Riazza.

Der Platz hat große Stellplätze und viel Natur drum herum. Die Waschhäuser sind geräumig und sauber.
Einziges Manko – in Riazza gibt es kaum Restaurants und gerade hat der einzige Kebap Laden zu.
Da hilft nur der Supermarkt 🙂


Weiter geht es durch das Land von Don Quijote. Hier gibt es die berühmten Windmühlen und man hat dem edlen Ritter mit seiner Rocinante sogar ein Denkmal gesetzt.
Mir fehlt allerdings Sancho Panza und das Fräulein Dulcinea :-).

Nach der Fahrt durch die heiße Ebene stehe ich Abends in St. Elena, einem verschlafenen kleinen Dorf.
Der Campingplatz ist prima, viel Natur, tolle Aussicht. Nur die Zufahrt und der Weg zur Autobahn sind eng. Ich muss ein bisschen rangieren, komme aber knitterfrei um die Ecken.

Die letzte Etappe bringt mich wieder durch die Sierra Nevada, wie schön wären 10 Minuten Schneeflocken 🙂
Schließlich erreiche ich unseren Platz in Torre del Mar. Jetzt heißt es, den Oldtimer fit machen fürs Überwintern an der Costa del Sol.

Ein Tabbert Oldtimer geht nach Andalusien Teil 1

Auf geht’s, am 24. Juni brechen wir in Übersetzig (Windeck) auf in Richtung Süden, eine Tabbert Comtesse an einem Skoda Octavia.
Ich fahre durch den Westerwald auf die A45 an der Mosel entlang in Richtung Trier.

Die erste Übernachtung im Wohnwagen verbinde ich mit einem Stopp im Saarland. Nicole und Thomas haben wir in Torre del Mar kennengelernt und freuen uns auf das Wiedersehen.

Die zweite Etappe durch Frankreich führt mich zu dem wunderschönen Camping Iserand an der Ardeche.
Normalerweise werden hier keine Tandemachser angenommen, weil das Rangieren auf den Wiesen damit schwierig ist. Trotzdem darf ich außnahmsweise hier stehen. Prima!

Etappe drei bringt mich in die Nähe von Bordeaux, zu unserem Freund Claude Martin, den wir zwei Winter lang als Camping Nachbarn in Portugal hatten.
Bei einem selbstgemachten Couscous schauen wir das WM-Spiel Frankreich- Norwegen, dass die Franzosen mit 4:1 gewinnen.
Mein Stellplatz im nahen CampingCarPark Saint-Médard-de-Guizières ist idyllisch.

Ich bleibe zwei Nächte, aufgrund der Hitze scheint der Kühlerventilator im Skoda ein Problem zu haben. Von 5 Werkstätten hat keine einen freien Termin aber nach Prüfung der Steckverbindungen und etwas Kontaktspray läuft es wieder.
Am 28. Juni geht es weiter – ich gönne den Wohnwagen erstmal eine Wäsche, bevor es weiter ins Baskenland geht.

Nach der Fahrt bei mehr als 30 Grad, regnet es hier und ist mit 20 Grad recht kalt. (Ich hab keinen Schirm)
Mit Spanisch kommt man bei den Basken auch nicht weit 🙂

Wir holen einen Wohnwagen…

Für unseren „Winterplatz“ suchen wir zunächst in Spanien einen älteren Wohnwagen. Gut… um darin mit unseren vier Hunden Platz zu haben, muss es schon etwas größeres sein.
Leider tendieren die Spanier zu Kleinen – mal schnell ans Meer, dafür braucht man keinen 7 m Wagen.
Und am Meer ist man ja schnell in Spanien :-).

Nunja, entweder sind die spanischen Wohnwagen zu klein oder sie sind wahnsinnig teuer!
Also suche wir auf Kleinanzeigen und finden unseren Wagen der Wahl in einem Tabbert Comtesse 630, 7 m Aufbaulänge, Baujahr 1993 und TÜV bis April 2027.
Der soll ja ohnehin überarbeitet werden, weil uns Eiche-Brutal nicht zusagt (das kriegen wir früh genug ;-)).

Also ab ins Auto und am 19.06. geht es los in Richtung Alemania.
Ich hab ja Zeit, fahre also in Richtung Granada los, vorbei an einem Stausee, kurz vor die Tore der Alhambra und die immer noch schneebedeckte Sierra Nevada.

Erste Übernachtung im Hotel Olimpia in Totana (Spanien), nahe der Autobahn. Das Hotel ist sauber und günstig, die Lage im Industriegebiet stört mich nicht.
Am 20. Juni geht es weiter in Richtung Frankreich. Vorbei an Lost-Places in Spanien und den Pyrenäen.

Am Abend in Narbonne habe ich ein kleines Zimmer im „Hotel de Paris“. Sehr einfach aber direkt bei der Altstadt. Ich wusste gar nicht, dass Narbonne eine so schöne Altstadt hat.

Am 21. Juni geht es nach Metz, wo ich leider keine Zeit mehr für einen Stadtrundgang habe. Beim Durchqueren der Stadt, macht aber auch Metz Lust auf einen weiteren Besuch.

Am 22. Juni bin ich dann kurz nach Mittag in Dattenfeld und hole Abends die Papiere unseres Neuen, um ihn am 23.06. in Siegburg umzumelden.

Am 24. geht es dann wieder los in Richtung Spanien, aber dazu später.

Ein neues Hüftgelenk in Spanien

Tja, ein falscher Tritt und das war’s!
Ich dachte zuerst, es wäre nur eine Prellung, aber der Oberschenkelhals war gebrochen.
Glück im Unglück – das nahegelegene Hospital de Axarquia ist auf Ersatz für Hüft- und Kniegelenke
spezialisiert.
Unsere Freunde am Stellplatz bringen mich mit höllischen Schmerzen in die Klinik.
Dort wird die EHIC der Versichertenkarte akzeptiert, eine Zuzahlung ist nicht nötig.
Dort werde ich sofort auf eine Trage bugsiert und darf eine halbe Stunde warten.
Das Röntgen zeigt einen glatten Bruch, leider werde ich wegen eines Streiks nicht sofort operiert.
Ich darf 6 Tage in einem der Zweibettzimmer verbringen.
Die meisten der Pfleger und Pflegerinnen sind freundlich, sprechen aber meistens nur spanisch.
Das Essen ist okay – es gibt jeden Tag Fisch 🙂


Am OP Tag muss ich bis Nachmittags nüchtern bleiben.


Der OP ist top sauber, Hightech bis zur Robotik.
Ich bekomme eine Spinalanästhesie und darf den Chirugen zuhören,
verstehe deren spanisches Gespräch nicht, höre dafür beim Hämmern.
Sägen und Bohren zu…. interessant, alles schmerzfrei!
Nach der OP am Donnerstag, geht es Sonntags zurück zum Wohnmobil.
Noch alles schleppend und schmerzhaft, aber es wird schnell besser!


Campalmar Almayate bei Torre del Mar

Es ist soweit – nachdem alles verstaut ist, fahren wir los. Rezeption, Tankstelle, Autobahn.
Das Wetter ist grauenhaft. Andauernd neue Regenschauer, heftige Sturmböen und relativ
kühle Temperaturen.
Aber wir haben Glück und kommen am 1. Februar bei Sonnenschein auf unserem Platz an.

In den folgenden Tagen spielt das Wetter verrückt. Ein Sturm nach dem Anderen macht besonders den Landwirten hier große Probleme. Wir befestigen sicherheitshalber unser Vorzelt noch am Auto 🙂

Der Karnevalszug in Torre del Mar ist ein kleines Highlight. Der Umzug ist am Samstag vor Rosenmontag und das Wetter spielt einigermaßen mit. Viele Kinder sind im Zug zu sehen. Die bei uns üblichen „Kamelle“ sind hier nicht zu finden. Der Zug ist richtig schön.


Danach ein paar schöne Tage. Die Hunde können in den örtlichen Hundepark, wo sie frei laufen können.
Natürlich achten wir darauf, dass sich alle vertragen – auch wenn fremde Hunde da sind.

Eine Zeit lang genießen wir das Wetter und die Eindrücke hier.

Alles super – bis am 22. Februar das Motorrad vom Anhänger soll. Ein Tritt ins Leere, ein Sturz und eine gebrochene Hüfte. Bernd landet im örtlichen Krankenhaus, dass zufällig über eine brauchbare Gelenkchirugie verfügt. Ein neues Hüftgelenk und ein paar Wochen Schonung sind angesagt.

Armacao de Pera – bald geht es weiter!

Wir sind umgezogen! Unseren schönen Platz im Vale da Carrasqueira haben wir verlassen. Leider hat der Ehrgeiz und die Herzlichkeit der Betreiber nachgelassen.
So sind wir auf Camping Canelas gelandet und von hier aus in 10 Minuten an unserem Albufeira Tiny Shelter.

Hier ist gerade wenig Betrieb, aber für 20 € haben wir Wasser, Strom, Duschen, eine Bar, ein Restaurant und einen kleinen Laden am Platz.

Von hier aus fahren wir bei Bedarf Hunde aus dem Shelter zum Tierarzt und begleiten sie dort.


Auch unsere Hunde und wir haben hier Spaß! In ein paar Minuten sind wir am Strand oder in den vorgelagerten Dünen.


Albufeira bietet einen umzäunten Hundepark, allerdings ist das Tor nicht verriegelbar – dafür benutzen wir ein Fahrradschloss.
Der Park ist sehr sauber und für die Hunde ideal – viele Geräte zum Spaß für Mensch und Hund.


Auf unseren Runden in den Dünen haben wir interessante Landschaften und alte, zerstörte Bauwerke entdeckt 🙂

Sogar Paddington Bär findet man hier und ein Regenbogen begleitet uns auf dem Rückweg zum Wohnmobil.


Am 1. Februar wollen wir weiterziehen – nach Torre del Mar.
Auf Wiedersehen Atlantik – bestimmt kommen wir wieder!

Wie wir vor die Hunde gehen ;-)

Unsere vier Hunde Smilla, Dana, Frieda und Elsa halten uns auf Trapp.
Besonders Elsa, noch Welpe und jetzt 5 1/2 Monate alt, ist noch in vielen Situationen ängstlich,
aber die Größte, wenn es um Rauferei mit den anderen dreien geht.


Wir hatten Elsa ja von Tiny Shelter Albufeira adoptiert und so haben wir beschlossen, dieses Tierheim zu unterstützen.
Hier werden etwa 100 Hunde versorgt, ausschließlich von Ehrenamtlern und mit großem Engagement.
Wenn wir Zeit haben, fahren wir hin und gehen jeweils mit einem Hund spazieren.
Bernd ist in der Gruppe „Vet Runners“ Mitglied geworden und fährt Hunde bei Bedarf zum Tierarzt und begleitet die Behandlungen.

Es ist herzzerreißend, wie die Hunde dich anschauen und wie sie sich verhalten.
Man möchte gern allen helfen und hofft, dass sie in eine gute Familie kommen.
Leider sind die Tiere teilweise schon jahrelang im Shelter untergebracht und finden kein Zuhause.

Regina hat an den Weihnachtstagen ein Benefiz Essen gemacht. Es gab reichliche Auswahl an Dips, Salate, Suppen und der weihnachtliche Kartoffelsalat mit Bockwurst. Fast Alle auf unserem Platz haben mit gegessen und ein Spende fürs Tierheim gegeben.
Damit können Tierarzt, Futter und notwendige Ausstattung fürs Tierheim und die Hunde gekauft werden.


Wenn du magst, kannst du den Tiny Shelter auch gerne unterstützen – wir würden uns freuen, sagen
Danke und wünschen euch fürs nächste Jahr alles erdenklich Gute.

Im November blüht hier was…

Nachdem wir im Oktober ein bisschen Regen hatten, blüht die Natur ein wenig auf.
Verschiedene Blüten, Strelitzien und der Erdbeerbaum, aus dessen Früchten hier der
Obstschnaps Medronho gebrannt wird.

Abends können wir wieder Sonnenuntergänge bewundern.

Die Nächte werden jedoch mit teilweise 8 – 12 Grad recht frisch und auf unserem Stellplatz verschwindet
die Sonne bereits gegen 16 Uhr.

Egal wie das Wetter ist, unsere Hunde müssen raus. Elsa wächst schnell und ist ziemlich frech geworden.
Nichts ist vor dem Welpen sicher. Deshalb gibt es jetzt auch wöchentlich Hundeschule 🙂